Wie man einem motivierten Mitarbeiter das Leben schwer macht.

geschrieben von padawan am 9. April 2014
Kategorie: Allgemein


Kennt ihr das auch? Ihr steht morgens auf und freut euch auf die Arbeit, aber dann passiert was und ihr habt plötzlich keine Lust mehr? So geht es mir diese Woche täglich. Heute Morgen noch gut gelaunt. Dann heult mein Kollege an meinen Meister hin, ich würde, wenn ich Mittags ein schläfchen auf einer Liege mache, die immer so (für ihn) ungeschickt stehen lassen. Klar, es kommt ja auch sonst niemand in diesen Raum, außer so wie heute, eine Firma die Liegen warten und reparieren soll. Und wenn dann, so die bescheuerte Argumentation von meinem Kollegen, der die Liege sieht, dann denkt der vielleicht, das wir dort auf der Liege schlafen. Klar schlafe ich dort auf der Liege, das bestreite ich doch gar nicht! Aber eben nur Mittags. Und vor allem, was geht das den Kerl von der Fremdfirma an?
Und was sagt mein Meister als der Kollege heult und petzt? Er sagt zu MIR „Weißt Du, wir wollen hier keine Unruhen in der Abteilung, also mach das bitte nicht.“ Unruhen? Wer stört sich hier an was, was ihn nichts angeht? Wer bringt hier Unruhen rein?
Am Montag war es nicht anders. Ich komme fröhlich aus dem Wochenende zur Arbeit und freue mich auf mein leckeres Frühstück das ich mir mitgebracht habe. Eingelegte Oliven vom Mediterranen Stand aus dem Kaufland und italienische Salami die ich im Kühlschrank zwischengelagert hatte bis zur Pause. Keine 15 Minuten später muss ich mir anhören wie schrecklich es wegen den Oliven in der Werkstatt richt. „Nicht auszuhalten!“ „Widerlich“ „Bekomme kaum noch Luft“ Und dann die Aussage „Was du da isst, würde ich nicht mal anfassen. Das kann nicht gesund sein!“
Aber die Oliven in Öl, Kräutern und Knoblauch waren so was von lecker! Auf jeden Fall leckerer als das Fleischkäsebrötchen das meine Kollegen JEDEN TAG essen.
Etwas Spot und ein klein wenig auf den Arm nehmen ist ja OK, aber mir wurde gleich mit Verbannung aus der Werkstatt gedroht. „Das nächste Mal fliegt dein Scheiß zum Fenster raus. Da kenne ich nichts!“ „Du musst doch ein klein wenig Rücksicht nehmen. Sowas geht gar nicht.“ Und so weiter.
Da bekommt man doch richtig Lust morgens zur Arbeit zu gehen, oder?
Anzumerken wäre noch, das die Werkstatt um die es geht nicht zum Arbeiten sondern zum Faulenzen benutzt wird. Es ist mehr ein großer Lagerraum mit zwei Fenstern und drei Rechnern. Wer sich in dem Raum aufhält, macht das nur, weil er keine Lust zum Arbeiten hat…

Meine Schwester ist zur Zeit in Kur. Burnout. Ich glaube ich bin mit meinen knapp 40 Jahren auch bald soweit.

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